Von der nullten zur dritten Dimension

3D-Labor

Elektrische Geräte britzeln, ein zusammengeflickter Körper zuckt, beginnt zu leben … An diese Szene aus Mary Shelleys Roman Frankenstein erinnert die Arbeit mit einem 3D-Programm. Hier ist nicht die Rede von 3D-Filmen, bei denen die Schauspieler aus der Leinwand zu treten scheinen. Gemeint ist die Technik, die den Zeichentrick weitgehend verdrängt hat und bei der die Figuren am Computer dreidimensional modelliert und animiert werden.
3D-Modellierung

Ein einfacher Körper (z.B. eine Kugel oder ein Quader), dessen Oberfläche durch ein Netz in Polygone (Vielecke) unterteilt ist, wird solange verformt, bis daraus ein Kopf oder ein anderer Teil einer Puppe geworden ist. Kopf, Körper, Arme und Beine, werden zusammengesetzt und verschweißt. Ein Knochengerüst wird eingebaut. Und schon kann die Figur die ersten ungelenken Bewegungen machen.
3D-Charakter-Animation

Mary Shelleys Romanfigur hat 100 Jahre nach ihrer Entstehung den Weg auf die Leinwand gefunden. Auch unsere zum Leben erweckte Figur hat ein ähnliches Schicksal: In einem virtuellen Studio richten sich Kameras auf das Wesen, virtuelle Scheinwerfer beleuchten die Kreatur, die nichts weiter ist als ein Datensatz aus Koordinaten, ein „Null-dimensionales“ Objekt, und vor unseren Augen entsteht eine räumliche Wirkung, fast ein Foto.

Meine 3D-Arbeiten entstehen mit Unterstützung von Stefan Finck von www.studiofinck.de, der mich in diese komplizierte Technik eingeführt hat und immer eine Lösung findet, wenn der Rechner sich als widerspenstig erweist.

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