Ein digitaler Bösewicht

Auf unseren Zähnen sitzen sie und manch schmerzhafte Stunde beim Zahnarzt verdanken wir ihnen: den Kariesbakterien! Bloßen Auges haben wir sie nie gesehen und den Bildern, die uns die Wissenschaft bietet, möchte man kaum glauben schenken. Wer für solche Schmerzen verantwortlich ist, kann kein Gebilde aus gläsernen Kugeln, keine Kette aus Stäbchen sein.

Mit buschigen Augenbrauen, unter denen gelbe Augen bös hervorfunkeln, möchte man sich die Bakterien vorstellen. Die Haut voll Warzen, grün wie eine Gurke, die Ohren spitz, die Nase spitzer.
Spitznase

2.957 Scheitelpunkte waren notwendig, um Spitznase, den Anführer der Kariesbande aus den Dentiman-Comics, zu formen. 12 JPGs geben der Haut den unverwechselbaren Teint, ebenso viele sind nötig, um die Poren und Falten zu definieren, 43 Knochen bewegen den Körper.
Spitznase im 3D-Gitter

Die Anmutung der 3D-Technik hat ihren ganz eigenen Reiz. Zunächst sehen die Figuren wie Plastikspielzeug aus. Durch genaueres Definieren der Materialeigenschaften lassen sich organischere Oberflächen gestalten. Feuchte oder metallische Flächen werden durch die Stärke und Größe der Reflexionspunkte visuell darstellbar.

Es gibt eine Art zweidimensionale Oberflächenkarte der Figur, ähnlich wie man einen Weihnachtsmann auswickelt und glatt streicht. Auf dieser Karte werden leichte Erhebungen und Senkungen eingezeichnet, die das Programm auf der Figur an den entsprechenden Stellen dann simuliert: Falten, hervortretende Adern und Poren.

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