Kurzfilm Doktor Krankenbein

Doktor Krankenbeins Frau ist jung gestorben. Nun versucht der exzentrische Wissenschaftler, den Leichnam zu beleben. Mit einer Laborratte ist ihm dies schon gelungen, nur dass die Ratte eine Gehhilfe braucht. Doch als der Doktor das Experiment am menschlichen Körper durchführt, gerät die Technik außer Kontrolle. Krankenbein erschafft ein grässliches Monster! Schließlich scheint sich noch alles zum Guten zu wenden: Kann der Doktor das Monster wenigstens als Haushaltshilfe einsetzen?

Kurzfilm 4 Min. © Dietwald Doblies / Stefan Finck

Die Gegenstände und Figuren in einem computeranimierten Film werden am Rechner modelliert. Hierbei wird ein Netz aus „Scheitelpunkten“ langsam in die richtige Form gebracht. Diese sehr komplizierte und zeitaufwändige Technik wirft die Frage auf, was ohne größeren Personalaufwand erreicht werden kann.

Aus dem Wunsch, dies auszuloten, ist das private Projekt „Doktor Krankenbein“ entstanden. Alle Figuren wurden von mir selbst am Computer modelliert und zur Animation vorbereitet.

Ein Hauptaugenmerk bei der Gestaltung der Szenerien galt der Beleuchtung. Für „Doktor Krankenbein“ wollte ich keine gleichmäßige Ausleuchtung, sondern ein interessantes Helldunkel, bei dem ganze Partien des Bildes in geheimnisvolle Schatten getaucht sind. Inspiration dafür waren vor allem expressionistische Stummfilme aus den 20er Jahren, weshalb der aufmerksame Betrachter im „Doktor Krankenbein“ Bildzitate aus „Metropolis“ (1927) und „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) findet.

Tatkräftig unterstützt wurde ich bei der Herstellung des Films durch Stefan Finck, mit dem ich zusammen das studio F, ein – um in der Bildwelt des Kurzfilms zu bleiben – „Labor“ für Computeranimationen, gegründet habe.

Der erste Entwurf zu dem Filmprojekt „Doktor Krankenbein“

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