Lurchi virtuell

Immer wieder werde ich gefragt, wie eine Lurchi-Illustration entsteht, und erlebe dann staunend emporgezogene Augenbrauen, dass dies nicht mittlerweile am Computer geschieht. Doch in der Tat entstehen die Bilder für die Lurchi-Abenteuer ganz ohne moderne Hilfsmittel: Bleistift, Pinsel, Tusche, Aquarellfarben und Sitzfleisch kommen zum Einsatz.

Lurchi in 3D? Um die Figur in Bewegung versetzen zu können, ist diese Technik sehr interessant. (Scheitel-)Punkt, Punkt, Kante, Strich – fertig ist das Molchgesicht? Schön wär’s! Am Anfang steht eine Kugel auf dem Bildschirm und wieweit man aus der durch einfache Verzerrung Lurchis Kopf formen kann, können Sie selbst ausprobieren, indem Sie einen Ball plattdrücken: nämlich gar nicht.
3D-Lurchi

Wo muss man neue Scheitelpunkte oder Kanten hinzufügen, welche Polygone unterteilt man neu, welche zieht man heraus? Lurchis Kopf machte mir einiges Kopfzerbrechen, bis ich die Form dergestalt gebildet hatte, wie sie mir mit dem Bleistift so geläufig ist.

Nun noch Knochen eingebaut … testen, ob sich alles wie gewünscht mitbewegt. Hier und da dellt sich der Hals noch seltsam ein und die Prozentwerte, mit denen die Scheitelpunkte an die Knochen gebunden sind, müssen im einzelnen noch korrigiert werden. Dann ist die Figur für den ersten längeren Bewegungstest bereit.

Vielleicht wird Lurchi seines Tages seine Fans so auf dem Bildschirm begrüßen? Und sie einladen, ihm in seine abenteuerliche Welt zu folgen …

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