Der neue Mäusepiep

(Allgemeines zur Modernisierung der Figuren siehe: Lurchi 2000)

Mäusepiep ist zusammen mit Piping und Igelmann eine der Figuren, die sich bei der Überarbeitung der Serie nach Folge 129 stärker verändert haben. Diese Entwürfe aus dem Jahr 2000 zeigen die Entwicklung der Neugestaltung:

In einem ersten Versuch hatte ich die Figur nur neu eingekleidet. Wie man sieht, war es um 2000 herum Mode, die Hosen ein paar Nummern zu groß zu kaufen. Die vielen Falten sind im Prinzip dem Zeichner Heinz Schubel verpflichtet, auch wenn dieser Mäusepieps Hose in den 50er und 60er Jahren gar nicht so faltenreich gezeichnet hat: Denn dieser Stil beruht (wie bei Schubel) auf Naturbeobachtung, nicht auf eine comichafte Stilisierung, für die ich mich dann letztendlich entschieden habe.

Auf dem zweiten Entwurf (oben rechts) ist bereits die Idee verwirklicht, die Figur sehr viel kleiner anzulegen. Der Kopf ist schon eine Annäherung an die schließlich gewählte Form (nicht mehr so kugelförmig).

Die nächsten beiden Entwürfe zeigen, dass es auch um eine Neuorientierung beim Charakter der Figuren ging. Mäusepiep sollte ganz verrückt nach Käse sein – so die Idee des 2000 neu hinzugezogenen Texters Bernhard Lassahn. In den Minibüchern 2000/01 spielt Käse denn auch mehrfach eine Rolle im Zusammenhang mit Mäusepiep. Für diese Eigenschaft hatte ich nach 2002 jedoch keine Verwendung mehr. Für mich sind mehr die menschlichen Eigenschaften der Figuren maßgeblich.

Auf diesen Entwürfen (oben) verpasste ich Mäusepiep vorübergehend einen Schnurrbart. Links ein Versuch mit einer schwarzen Nasenspitze – mit Reflex, wie oft bei Tierfiguren in Disney-Comics zu sehen. Rechts eine Zeichnung mit kurzen Hosen, hervorstehenden Nagezähnen und einem sehr dünnen Hals. Diese Änderungen nahm ich später zurück. Geblieben ist das T-Shirt mit dem Katzenkopf. Der kleine ängstliche Mäusepiep gibt sich demonstrativ mutig und trägt eine Abbildung seines Fressfeindes auf der Brust.

Der endgültige Entwurf zeigt Mäusepiep wieder mit langen (und vereinfachten) Hosen. Sein Schwanz ist zu einer schwarzen Linie stilisiert. Im Profil gut zu erkennen: die neue Kopfform. Geblieben sind aus dem vorigen Entwurf auch die vorstehenden Nagezähne, die zum etwas schüchternen Ausdruck gut passen. Allerdings ergab die praktische Arbeit an den Lurchiheften, dass hervorstehende Zähne für die meisten Mimiken kontraproduktiv sind. So ließ ich sie bald weg. An den verschiedenen Skizzen ist übrigens gut zu sehen, dass ich mir Mäusepiep zwischendurch insgesamt etwas haariger vorstellte. Aber auch diese Haare am Kopf erwiesen sich für die gewünschte Niedlichkeit als kontraproduktiv und verkümmerten schnell zu einer Andeutung.

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Über die anderen Figuren:

Lurchi

Hopps und Unkerich

Piping

Igelmann

Die Fee Emily