Lurchi 163 – Der Stein der Weisen

Lurchis Abenteuer, Folge 163

 

In Folge 163 macht Lurchi mit seinen Freunden eine Butterfahrt. In Gassenstadt, einem mittelalterlich anmutenden Städtchen, gehen sie an Land. Unter den Passagieren, die den Ausflug mitmachen, befindet sich auch die Hexe Zorrboza und ihre Auszubildende. Zorrboza hat die Reise nicht gebucht, um billig einzukaufen, sondern verfolgt finstere Pläne.

 

Die Passagiere gehen an Land, Skizze und Reinzeichnung. Im fertigen Bild sind Details hinzugekommen: Ein Rettungsboot, eine Möwe im Vordergrund und Marktstände im Hintergrund.

 

Im Museum der Stadt besichtigen die Ausflügler das Labor eines Alchemisten. Stolz präsentiert der Wärter ihnen den einzigen aus dem Mittelalter erhaltenen Stein der Weisen. Es ist allerdings kein Stein: Als Stein der Weisen bezeichneten die Alchemisten eine Tinktur, die Blei in Gold verwandeln sollte.

 

Lurchi besichtigt den Stein der Weisen. Die Suppenkelle an der Wand auf der Skizze ist einem alchemistischen Ofen gewichen.

 

Wie man sich denken kann, will Zorrboza sich das Zauberelixier unter den Nagel reißen. Ob Lurchi dies verhindern kann, ist im neuen Lurchiheft nachzulesen.

 

Die Hexe trumpft auf. In der Skizze ist bereits alles Wesentliche enthalten. Nur die Wand erschien mir bei der Ausführung zu kahl.

 

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Kaum hielt ich das druckfrische Lurchiheft in Händen, da wurde ich auf die Nähe des Titels zu Harry Potter hingewiesen. Ach ja, da war doch was! Der erste Harry-Potter-Band. Im Eifer des Gefechts hatte ich daran gar nicht gedacht, obwohl ich dieses Buch sogar vor Jahren gelesen hatte. Man wird mir wohl kaum glauben, dass ich nicht auf den Zug des berühmten Zauberschülers aufspringen wollte. Inspiration zu diesem Lurchi-Abenteuer war jedoch ein Sachbuch über die Geschichte der Alchemie.

 

Man stellt sich unter Alchemisten in der Regel Scharlatane vor, die leichtgläubige Menschen mit Taschenspielertricks hinters Licht führen und ihnen vorgaukeln, Gold machen zu können. Dabei waren die meisten Alchemisten vom ehrlichen Wunsch beseelt, Materie zu veredeln, und versuchten eifrig, zu diesem Zweck in die Geheimnisse der Natur einzudringen. Woher sollten sie auch wissen, dass sich Gold nicht anmischen lässt?

 

Manche Alchemisten verstanden die Verwandlung von Blei in Gold auch symbolisch, als eine Läuterung: etwa wie ein Mensch sich im Laufe seines Lebens verfeinert. Dies könnte man auch von Lurchi sagen, der in seiner wilden Phase in den 50er und 60er Jahren auch mal einen Tiger aufgespießt hat und sich heute viel zivilisierter benimmt.

 

Alchemisten waren also in der Mehrzahl durchaus achtbare Menschen, und ich habe ihnen gern in Lurchis Abenteuern ein Denkmal gesetzt. Einer von ihnen erfand bei seinen chemischen Versuchen sogar das Porzellan. In der Lurchigeschichte geht es allerdings nicht um die hochhehren Ziele der Alchemie, sondern naturgemäß stehen Spaß und Abenteuer im Vordergrund.