Auf den Spuren von Heinz Schubel

Schon die Firma Jakob Sigle & Co, aus der der Schuhhersteller Salamander hervorgegangen ist, warb gelegentlich mit einem aufrecht gehenden Feuersalamander. Schließlich schafft ein Zeichner, dessen Identität nicht gesichert ist, die ersten fünf Abenteuerhefte mit dem Molch.

Doch erst als der Illustrator Heinz Schubel 1951 die Heftserie übernimmt, mausert sich Lurchi zu dem Helden, wie wir ihn kennen: Schubel überarbeitet die Figur. Hatte der Zeichner der ersten Hefte Lurchi noch mehr wie einen echten Feuersalamander dargestellt (z.B. mit geriffeltem Bauch), wird sein Aussehen unter Schubels Zeichenfeder nun freundlicher und menschlicher.

Lurchi von Schubel gezeichnet

Nach den Reimen des Werbeleiters und Texters Erwin Kühlewein streift Lurchi im Stile Wilhelm Busch’ unbekümmert und tollkühn durch Feld und Flur, bereist die ganze Welt und landet als Erster auf dem Mars. Kühlewein scheidet 1964 aus und Schubel schreibt nun auch die Texte, bis er die Arbeit an der Serie 1972 aus gesundheitlichen Gründen niederlegt.

Bevor Schubel mit der Arbeit an der Heftserie Lurchis Abenteuer begann, hatte er bereits viele Bücher illustriert. Über die Werke Schubels vor Lurchi siehe diese Artikel:

Heinz Schubel 1 – Unser Mädel
Heinz Schubel 2 – Lust und Freude für kleine Leute
Heinz Schubel – Bock und Beck
Schubel – privat

Über die Lurchihefte von Heinz Schubel:

Lurchis abenteuerliche Evolution
Die Entwicklung der sechs Hauptfiguren
Schubels schönste Szenen aus Lurchis Abenteuer

 

Die Illustratorin Brigitte Smith übernimmt die Serie und zeichnet Lurchi in einem psychodelischen, an den Beatles-Film „Yellow Submarine“ angelehnten Stil. Ein Experiment, das nach drei Folgen beendet wird. Die Zeichner Puelma, Nickel und Krisp setzen Lurchis Abenteuer fort. In Zeiten gesteigertem Umweltbewusstseins muss Lurchi in den Geschichten nun auch schon mal den Wald von Müll befreien. Zeitweilig arbeiten Nickel und Krisp im Wechsel an der Serie, wodurch Stilbrüche entstehen.

Lurchi von Brigitte Smith gezeichnet

Zusammen mit dem Texter Günther Bentele habe ich 1995 die Heftserie ab der Folge 115 übernommen und mich dabei stark an Schubel orientiert. Bis zum Jahr 1999 entstehen Geschichten im Wald- und Wiesenambiente. Eulen, Maulwürfe, Eichhörnchen und Käfer bevölkern Lurchis Welt und heißen den Helden willkommen, wenn er – wie hier im Schlussbild der Folge 119 – von seinen Reisen in ferne Länder zurückkommt.

Lurchi von Dietwald Doblies gezeichnet

Das Millennium wird dann für den kecken Feuersalamander zur Zäsur:
Lurchi muss sich einer Generalüberholung unterziehen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.