Käfer und andere Krabbeltiere in Lurchis Abenteuern

In Lurchis Umgebung kribbelt und krabbelt es. Überall sind sie unterwegs: Käfer und andere Krabbeltiere. Schmetterlinge, Motten, Raupen, Ameisen und was sonst noch so kreucht und fleucht bevölkern die Welt zu Lurchis Füßen. Diese Kleinsten der Kleinen gehören schon immer zum Repertoire der Lurchi-Geschichten. Repariert Lurchi sein Motorrad, kommt ein Käfer mit dem Ölkännchen herbei, löscht er ein Feuer, helfen ihm Bienen.

Daher lasse ich auch immer wieder mit solchen Kleintieren eine Nebenhandlung in den Geschichten ablaufen. Gleich in meiner ersten Geschichte, Lurchis Abenteuer 115, „Lurchi und die Zaubersteine“ sammelt auf den Bildern ein Grashüpfer so ganz nebenbei Feuerholz. In der Schlussvignette sehen wir wofür: Die Familie Grashüpfer bereitet sich ein Mahl.

Grashüpfer in Folge 115

Im Laufe der Arbeit kristallisierte sich dann immer mehr ein spezieller Käfer heraus, der zum ständigen Begleiter von Lurchi und seinen Freunden in den späten Heften vor 2000 wurde. Er schaffte es auch mehrfach auf die Titelseite. Hier auf dem Titelbild zur Folge 119, „Lurchi und die Wikinger“, zu sehen.

Titelbild zu Lurchi bei den Wikingern

Doch auch andere Käfer kommen nicht zu kurz. In Lurchis Abenteuer 122, „Lurchi und die Pyramide“, reist Lurchi nach Ägypten. Die alten Ägypter sahen im Skarabäus (Mistkäfer), der meist eine Kugel aus Mist vor sich herrollt, ein Symbol der Sonne. Im Heft 122 erleben wir einen Skarabäus bei dieser Beschäftigung. Auf der Schlussvignette spielen Skarabäen mit ihren Mistkugeln Boccia.

Skarabäen in Lurchi und die Pyramide

Auch in den neuen Lurchi-Heften nach 2000 sind Insekten präsent. In Lurchis Abenteuer 143, „Im Garten ist was los“, zerlegen die Truppen der Ameisenkönigin Priscilla (hier rechts im Bild) Unkerichs frisch gebackenen Kuchen und transportieren ihn zum Verdruss der Unke ab. Hier ist die Geschichte mit den Ameisen keine Nebenhandlung, sondern einer von zwei gleichwertigen Handlungssträngen.

Ameisenkönigin aus Lurchis Abenteuer 144

Meine Lieblingsnebenhandlung mit Kleinfiguren befindet sich übrigens im Heft 121, „Lurchi und die Waldschmiede“. Und obwohl in dieser Geschichte auch zwei Hummeln mitspielen, sind es diesmal keine Insekten, um die es in der Nebenhandlung geht: Am Rande wird in den Bildern (ohne Erwähnung im Text) ein Vorkommnis aus einer etwas seltsamen Familie erzählt, bestehend aus einem Sack, einem Eimer und einem Kännchen.

Einstiegsbild aus Lurchi und die Waldschmiede

Auf dem Einstiegsbild ermahnt Mutter Eimer ihr Kind, das Kännchen, beim Spielen aufzupassen.

Waldschmiede/ Einstiegsbild, Version in höherer Auflösung (1000 x 800 Pixel)

Das Kännchen marschiert los, um die Welt zu erkunden …

… und wird prompt vom dem Bösewicht der Geschichte, dem Schmied, umgerannt.

Lurchi und die Waldschmiede, Schlussbild

Die Mutter sammelt ihr weinendes Kind ein …

Lurchi und die Waldschmiede, Schlussvignette

… und tröstet es. Der Vater erwacht aus seinem Mittagsschlaf und hat das Ganze nicht mitgekriegt.

Der Reiz war für mich hierbei, Emotionen sichtbar zu machen, ohne dass die Figuren Gesichter haben.

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