Turbulenzen

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Eins haben alle Lurchigeschichten der Schubel-Kühlewein-Ära (Zeichner und Texter) gemeinsam: Es geht immer drunter und drüber. Turbulenzen allenthalben: In Folge 4 wird ein Kondor mittels Düsenstrahl abgewehrt.

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Herrscht einmal Ruhe, kündigen sich die Turbulenzen im Hintergrund schon an. Lurchi wird nur ein Bild Ruhe vergönnt:

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Gleich im zweiten und dritten Bild der Folge 11 nimmt das Unheil seinen Lauf:

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Das Schema, dass die Ruhe und Ordnung, kaum erreicht, gleich wieder durcheinander gewirbelt wird, stammt vom Altmeister der Turbulenzen: von Wilhelm Busch. Stets bahnt sich bei Busch ein Unglück an, liegt ein Lausebengel auf der Lauer, kommt ein Störenfried um die Ecke. Den Bezug zu Wilhelm Busch stellen die Lurchi-Autoren in der Fortsetzung der obigen Szene deutlich heraus: Die Mühle erinnert an Max und Moritz’ Ende, der Vers „Nur die Schuhe sind perdü!“ (verloren) nimmt Bezug auf den 6. Streich, bei dem die beiden Spitzbuben im Backofen landen. („Jeder denkt, die sind perdü …“)

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Die Turbulenzen können in den Lurchigeschichten durchaus kolossale Dimensionen annehmen: Lurchi birgt in Folge 31 ein gesunkenes Schiff per Dampfdruck im Kessel („Plötzlich zischt es, kracht und bebt!“) und löst damit eine große Welle aus. Er selbst schießt zum Schornstein hinaus, kommentiert die Situation aber sogleich lakonisch und unbeeindruckt: „Wrack gehoben – alles klar!“

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Turbulent geht es in dieser Geschichte weiter: Das Schlauchboot wird durch ein Loch in den Schiffsrumpf gesogen, dichtet dabei aber das Leck auch gleich ab. Unglück und Rettung fallen in eins.

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In Folge 33 werden die Freunde durch „röhrenenge Gänge“ im Felsgestein gespült. Sie überleben natürlich unbeschadet!

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Piping ist sogar so entspannt, dass er sich zwischen zwei Stalaktiten ein Netz als Hängematte spannt, ohne Respekt vor dem ehrwürdig hohen Alter dieser Tropfsteine, was in einer Bildergeschichte durchaus lustig ist …

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… hier aber auch den Sinn macht, dass das Ganze wenig später zu einer kuriosen Falle für einen auftauchenden Höhlenbären wird. Es ist wieder eine lurchitypische Konstruktion: Gefahr und Rettung fast gleichzeitig! Die Stalaktiten, auf die sich Lurchi und Hopps geflüchtet haben, brechen, lassen aber auch die Falle zuschnappen.

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Turbulent geht es in der Serie Lurchis Abenteuer weiter: In Folge 35 geraten die Freunde durch einen Strudel in Bedrängnis. Einer wird für den anderen zum rettenden Halt. Das Floß löst sich visuell fast auf:

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Der Leser wird in der Heftserie jede Menge weiterer Turbulenzen entdecken. Hier sollen diese wenigen Beispiele genügen.

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