Liste der unveröffentlichten Lurchi-Minibücher 2001

Im vorigem Artikel habe ich die Lurchihefte 2000/01 vorgestellt, die als Minibücher (10 mal 10 und 12 mal 9 cm) erschienen sind. Das 7. und letzte Lurchi-Minibuch kam im Frühjahr 2001 heraus. Danach habe ich bis zum Jahresende noch vier weitere Geschichten für dieses Format gezeichnet, die nicht mehr in den Druck gingen, da Salamander sich kurzfristig entschloss, wieder zum bekannten grünen Lurchiheft (Format damals knapp Din A5) zurückzukehren.

Die Texte zu diesen vier Heften hatten die Autoren Bernhard Lassahn und Peter Menningen bereits Anfang 2001 zusammen mit den Geschichten zu den Heften 5 bis 7 geliefert. Vom Zeichenstil her kündigte sich jedoch in diesen vier Lurchiheften bereist ein Wandel an. Die ersten sieben Minibücher hatte ich auf Wunsch von Salamanders damaliger Werbeagentur im Gegensatz zu meiner sonst üblichen Art mit Bleistift gezeichnet. Hierdurch sollte eine Bilderbuchanmutung – und somit eine Abgrenzung zu Comics – entstehen. Nun kehrte ich auf Wunsch von Salamander zu Pinsel und Tusche zurück, was glatte klare Linien ergibt, wie sie z.B. auch in Comics üblich sind.

Lurchi und der Fotowettbewerb

Lurchi fotografiert in diesem Lurchiheft unter schwierigen Umständen seltene Motive für einen Fotowettbewerb. Er schleicht sich an ein Räuberlager heran oder nähert sich in Verkleidung einer scheuen Wildschweinfamilie. Am Ende muss er feststellen, dass kein Film in der Kamera war. (Man sieht, dass sich 2001 die digitale Fotografie noch nicht völlig durchgesetzt hatte.) Den Wettbewerb gewinnt Mäusepiep, der Lurchi bei seinen Bemühungen fotografierte.

Mäusepiep und Freitag, der 13.

Mäusepiep hat am Freitag dem 13. eine Pechsträhne und steckt mit seiner Furcht seine Freunde an. Schließlich stellen sie fest, dass es erst Donnerstag (der 12.) ist, denn Mäusepiep hatte zwei Kalenderblätter auf einmal abgerissen.

Auch dieses Lurchiheft ging damals nicht in den Druck. Dennoch kann man heute diese Geschichte nicht mehr so richtig als unveröffentlicht bezeichnen: Die Illustrationen zu diesem Lurchiheft wurden Jahre nach ihrer Entstehung zusammen mit dem Text in dem Magazin Sammlerherz (Ausgabe Nr. 8 vom Dezember 2010) veröffentlicht.

Lurchi und das Flugzeug

Lurchi und Hopps bauen ein Flugzeug. Ein Specht perforiert die Tragfläche und bringt das Flugzeug zum abstürzen. Dank riesiger Seifenblasen aus Igelmanns Seifenblasenmaschine landen die beiden Bruchpiloten sanft.

Lurchi und die Tunnelbauer

Ein Trupp Maulwürfe will einen Tunnel unter dem Haus von Lurchi und seinen Freunden bauen. Aus Sorge, ihr Haus könne dabei einstürzen, versuchen die Freunde dies zu verhindern. Was schließlich auch gelingt, als Lurchi unbemerkt den Bauplan umzeichnet: Die Maulwürfe graben in einem Bogen um das Haus herum.

Mit diesem Lurchiheft ging die kurze Periode der Lurchi-Minibücher zu Ende. In der ersten Jahreshälfte 2002 bekam ich den Auftrag, ein neues grünes Cover für das alte Format zu entwerfen. Im Herbst erschien das Lurchiheft „Durch die Anden“, die einzige Folge dieses Jahres, in den altbekannten Abmessungen und dem üblichen Umfang von sechs Innenseiten.